Produktivität, Effizienz, Effektivität, Performance

Effektivität ist einfach Zielerreichung, während Effizienz aussagt, wie viel Energie dafür aufgewendet wurde.

“It is fundamentally the confusion between effectiveness and efficiency that stands between doing the right things and doing things right. There is surely nothing quite so useless as doing with great efficiency what should not be done at all.”
(Peter Ferdinand Drucker)

In der Praxis sind beide Kriterien schwer messbar. Effektivität kann nur stattfinden, wenn Ziele klar definiert sind. Nur dann kann „das richtige“ getan werden. Bei Moving targets oder Zielen ala „Zufriedener Kunde“ kann keine Effektivität gemessen werden. Es kann also durchaus effektiv sein, einen bestimmten Task nicht zu beginnen, weil das Ziel nicht klar definiert werden kann.

Effizienz einer Beratungsleistung ist kaum in absoluten Parametern ausdrückbar. Die Fragestellung an sich, die Kunden-, Vertrags- und Systemsituation sowie das Ziel sind so variabel, dass die systematische Erfassung von Effizienzparametern unendlich hohe Transaktionskosten verursachen würde. Die Vereinfachung oder Aggregation der Parameter wiederum führt zwangsläufig zu Datenverlust – das Ergebnis ist falsch.

Produktivität ist das Verhältnis Output zu Input. Bei Beratungsleistungen kann man für „Output“ unser Ergebnis setzen. Der „Input“ ist unsere Arbeitsleitung in Stunden. Produktivität kann also in unserem Fall mit Effizienz gleichgesetzt werden.

 

Um die Produktivität zu steigern muss also der Output erhöht und/oder der Input verringert werden.

Die Performance ist ein Begriff aus der IT, der im wesentlichen die Dauer für die Durchführung einer Aufgabe bezeichnet. Gute Performance bringt das richtige Ergebnis schneller. Umgelegt auf unseren Beraterjob haben wir es also wieder mit Effizienz zu tun. Effizienz bezogen auf die Dauer eines Tasks.

Dauer vs. Arbeitseinsatz:
Wenn eine Aufgabe 8 Stunden Arbeit benötigt kann die Dauer trotzdem 4 Wochen betragen, da z.B. Wartezeiten (Fehlender Input von Dritten, Systemverfügbarkeit, etc.) auftreten. Oft lässt sich schon zu Beginn eines Arbeitsschritts feststellen, dass nicht alle Voraussetzungen/Abhängigkeiten erfüllt sind. In diesem Fall ist es effektiv, wenn der Task nicht begonnen wird, um WIP (Work in process / in Produktion gebundene Arbeit) so gering wie möglich zu halten (Multitasking hat negative Auswirkungen auf die Effizienz).

Zusammenfassung:

Wichtig ist die Unterschiedung, WAS wir tun und WIE wir es tun. Zuerst klären wir, was der Kunde von uns erwartet – anschließend definieren wir, wie wir damit umgehen.

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