Tooleinsatz: Sicherer surfen in 10 Minuten

Tracking Cookies, Facebook Datenhunger, Googles Profiling, BIG Data, Geheimdienste auf Industriespionage, Social profiling, etc sind Trends, die man definitiv kennen sollte. Dann kann man entscheiden, ob und wie man damit umgeht. Für den Fall, dass man nicht in jeder Website des Universums seine Spuren hinterlassen möchte gibt es einfache Abhilfe – selbst für relative Laien. In diesem Beitrag zeige ich die Installation der Tails Privacy Distribution unter Oracles Virtual Box.

Hier werden die Schritte auf einem Windows-8 Rechner beschrieben, die jedoch für alle Windows-Betriebssysteme mehr oder weniger gleich sein sollten.


 

Als ersten Schritt laden wir Oracles Virtual Box. Dabei handelt es sich um eine Virtualisierungsumgebung, d.h. in dem Rechner, auf dem die Virtual Box installiert und gestartet wird, wird ein weiterer virtueller Computer erzeugt. Auch dieser virtuelle Computer benötigt ein Betriebssystem.

Dieses laden wir im nächsten Schritt. Es handelt sich um eine sogenannte Linux Distribution. Der Download-Link zu Tails ist hier.

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Während der Download von Tails sich über die Leitung quält können wir schon die Virtual Box installieren. Nach der Installation legen wir los mit einer neuen virutellen Maschine. (Die 384MB Hauptspeicher der Standard-Einstellung sind nicht üppig, würden aber funktionieren. Wenn man es sich leisten kann, sollte man hier auf 512MB oder 1024MB einstellen)

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Durch Klick auf den Startknopf können wir jetzt diese virutelle Maschine starten:

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Jetzt teilen wir der Virtual Box den Speicherort des Tails-Images mit:

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Wenige Sekunden später sehen wir den Tails Startbildschirm. Wir stellen die Sprache auf „Deutsch“ um und klicken bei „Weitere Optionen“ auf „Ja“ und dann „Vorwärts“.

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Im nächsten Screen geben alle nicht-Linux-Experten erstmal „Windows XP Tarnung aktivieren“ an.

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Diese Einstellung bewirkt ein bekanntes Aussehen des Desktops.

Einige Sekunden nach dem Login zeigt sich der Iceweasel-Browser von selbst. Jetzt kann’s losgehen.

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Noch ein paar Worte zur Sicherheitsstufe, die man mit Tails erreicht:

  • Ein internationaler Angreifer (z.B. die NSA) kann die Verbindungen tracen. Das ist aufwändig, aber es geht.
  • Prinzipiell ist keine Verbindung zwischen dem Tails-Image und der Person, die es verwendet möglich. Man kann sich selbst einen Streich spielen in dem man sich aus Tails heraus in Facebook, Google+ oder andere soziale Netzwerken mit Tracking Cookies anmeldet. Dann ist es ein leichtes.
  • Iceweasel (der Browser in Tails) kann die Java-Scipte (JS) deaktivieren. Das macht das Surfen wesentlich sicherer, allerdings auch wesentlich mühsamer. Ohne JS funktionieren heute so gut wie keine Seiten. Man kann die Deaktivierung auf main-domains beschränken, aber dann wird es schon wieder so technisch, dass dem Laien bald die Lust vergehen dürfte. Wenn man allerdings die Zeit investiert, darüber zu lernen wird das Surfen nicht nur sicherer sondern auch schneller, da man gezielt nervende Werbepopups, Ein- und Überblendungen, Werbevideos, etc. meist weg bekommt.

Hier noch der Link zu den Warnungen direkt bei Tails (teilweise englisch).

Fazit:
Tails in Verbindung mit Oracles Virtual Box bietet auch für den Laien eine sehr einfache, kostenlose und schnelle Möglichkeit sicherer zu surfen und weniger Spuren im Internet zu hinterlassen.

Wenn Du bis hierher gelesen hast, sag bitte Deine Meinung:

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