TheBrain als Concept-Mapper und ToDo-Verwaltung – Teil 2

Im Teil 1 habe ich ein paar grundsätzliche Funktionen von TheBrain beschrieben. Jetzt sehen wir uns weitere nützliche Funktionen an.

Sind erstmal die Anfänge einer Struktur gemacht (Eltern, Großeltern, Kinder, Verwandte Gedanken) und baut man langsam aber sicher komplexere Strukturen auf, so ergibt sich immer mal wieder – auch im Verlauf von Projekten – der Bedarf umzustrukturieren.

Ursprünglich hatte man vielleicht eine Task-Liste mit ein paar Einträgen unter einem Projekt, 1-2 Meeting-Protokolle und ein paar Dokumente. Wenn das Projekt frisch ist, könnte es ca. so aussehen:

TheBrain_Project_Small

Im Verlauf des Projekts bekommen wir jede Menge Tasks hinzu, manche sind schon erledigt, manche Meetings nicht mehr relevant. Langsam wird es unübersichtlich:

TheBrain_Project_moreComplex.PNG

Das ist aber kein Beinbruch. Spätestens bei der wöchentlichen Retrospektive fällt einem das Gewirr auf und man möchte neu strukturieren, z.B. die Meetings und Tasks in erledigte/offene einteilen und die entsprechenden Gedanken darunter hängen.

Jetzt könnte man das manuell für jeden Gedanken machen (also erstmal die neuen Gruppen anlegen („Meetings“, „Meetings old“, etc.) und dann jedes Meeting in die Unterpunkte zu hängen und aus dem Demo-Project zu entfernen. Es geht aber wesentlich schneller:

TheBrain_Project_createChildrenErstmal die neuen Punkte anlegen – dazu macht man einen Kind-Dialog auf und erfasst dann die Gedanken getrennt durch Semikolon (also alle 4 in einem Schritt):

Das ist schon mal schneller, als 4 Gedanken einzeln anzulegen. Auch für die Massen-Bearbeitung von Gedanken haben die Entwickler von TheBrain coole Funktionalitäten eingebaut (achja – hier mal wieder zwischendurch – ich habe keinerlei Verbindung zu den Entwicklern und bekomme für die Beiträge keine Vorteile oder Vergünstigungen!).

Massenverarbeitung von Gedanken

Man markiert mehrere Gedanken durch Klicken bei gleichzeitigem gedrückt halten der STRG-Taste. Ein kleiner Bereich auf der rechten Seite öffnet sich und alle markierten Gedanken werden dort aufgelistet. Das können – wie in diesem Fall – ein paar wenige sein, können hunderte oder tausende sein.

Im nächsten Schritt wählt man den neuen Ziel-Vater und klickt dann in dem Multi-Auswahl-Bereich mit der rechten Maustaste auf „Kind unter <Name> verbinden“ und schon sind die Meetings dort zugeordnet.

Nun zurück zum ursprünglichen Gedanken und dort wieder im Multi-Auswahl-Bereich auf rechte Maustaste und „Auswahl lösen“. Damit verschwinden die Kinder aus diesem Gedanken.

Der aufgeräumte Bereich sieht jetzt eventuell so aus (Aufwand weniger als 1 Minute):

TheBrain_Project_sweaped.PNG

In diesem Multi-Auswahl-Bereich gibt es noch wesentlich mehr Funktionen, die auf alle ausgewählten Gedanken angewendet werden können, z.B. Typ ändern, Schlagwörter hinzufügen und entfernen und vieles mehr.

Noch ein Tip für schnelles Aufräumen:

Will man alle (oder den größten Teil) der Kinder eines Gedankens in den Multi-Edit-Modus bringen klickt man mit gedrückter STRG-Taste auf den Kind-Kreis im Eltern-Gedanken.

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TheBrain als Concept-Mapper und ToDo-Verwaltung – Teil 1

Freemind als GTD-Tool ist gut! Je nach Komplexität der Beratungssituation auch ausreichend. Spätestens wenn man sich in einem Programm oder einem Portfolio wiederfindet reichen die MindMaps nicht mehr bzw. geht selbst auf dem neuesten Rechner nichts mehr. Weiterlesen

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Die Blockchain – das öffentlich-geheime Transaktionsverzeichnis

Gerade externe Berater kennen das Problem, wenn wir in einem Projektteam arbeiten und keine gemeinsamen Laufwerke, Sharepoints, Teamrooms haben: wir schicken E-Mails durch die Gegend, schnell gibt es viele Versionen einer verschickten Präsentation und das Chaos nimmt seinen üblichen Lauf. Weiterlesen

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Bitcoins & Blockchain – History und aktueller Stand

240px-bitcoin-svgFür Details bitte gerne die WIKI-Page anschauen – hier nur eine extrem kurze Zusammenfassung und ein rascher Überblick, was denn Bitcoins so sind.

  • Bitcoins gibt es seit 2008 als Konzept, seit 2009 als Open Source Software
  • Es handelt sich um eine virtuelle, unbesicherte Währung (Keine Absicherung gegen Gold oder irgendwelche anderen Werte. Einzig der jeweils aktuelle Wechselkurs bestimmt den Tausch-Wert von Bitcoins in andere Währungen, Waren und Dienstleistungen)
  • Jeder mit einem Internetzugang kann global mit Bitcoins handeln, sie als Lohn für Waren oder Dienstleistungen akzeptieren oder damit bezahlen (so der Geschäftspartner Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert. Das ist jetzt noch eher selten – von manchen Nischen und ein paar Werbe-Gags abgesehen).
  • Die Anzahl der Bitcoins ist technisch limitiert, man kann also nicht wie beim USD oder EURO einfach mehr drucken oder ausgeben – dadurch in der Theorie geschützt vor mutwilligen Entwertungen.
  • Bitcoins entstehen durch „Mining“. Bei diesem Vorgang werden neue „Belege“, die in die Blockchain eingehen sollen, von mehreren Rechnern automatisiert geprüft. Das kostet einiges an Rechenleistung und als Lohn bekommt der Eigentümer des Rechners Bitcoins (sehr vereinfacht dargestellt). Durch neue Hardware (Miner-Hardware) ist es heute für den privaten Nutzer praktisch unmöglich und unwirtschaftlich (Hardware-Rentabilität, Stromkosten/Kühlkosten in Mittel- und Südeuropa), Bitcoins auf diesem Weg zu erwirtschaften.
    • Es gibt speziell im kühlen Norden Mining-Farmen, an denen man sich auch beteiligen kann. Viele Angebote, wenig seriöses, viele Leute verlieren hier echt viel Geld! Wenn man den Eigentümer der Farm nicht wirklich kennt, würde ich nicht empfehlen da massig Geld reinzupumpen.

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  • Will man Bitcoins, so geht das über diverse Bitcoin-Exchangess (ein Beispiel hier), die EUR/USD in Bitcoins umwandeln. Es gibt noch andere Wege über EBay (weniger sicher) und Bitcoin-Automaten (vereinzelt). Es gibt auch Bitcoin-Börsen, die tauschwillige Privatpersonen zusammen bringen.
  • Die Blockchain ist das Transportvehikel der Bitcoins. Es handelt sich um ein gigantisches, öffentliches Kassenbuch in dem jede Transaktion mit der jemals Bitcoins bewegt wurden, gespeichert ist. Die Blockchain-Technologie ist unabhängig von Bitcoin zu sehen und hat gute Chancen, für eine Revolution in vielen Bereichen des heutigen Datentransfers zu sorgen. Zur faszinierenden Blockchain mehr in einem eigenen (Nerd-)-Artikel.

Mehr Details gibt es auch noch in diesem Blog-Eintrag.

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Bitcoins, Cryptowährungen, Blockchain – ein kurzer Überblick

240px-bitcoin-svgNachdem gerade wieder die nächste Hype-Welle überschwappt mache ich jetzt mal eine Serie zu Bitcoins und verbundenen Themen. Die Serie soll einen schnellen und für Consultants verständlichen Überblick über die einzelnen Themengebiete geben. Wenn man Lust hat, gibt’s zu jedem Unterthema zigtausende Seiten bei Google & Co. Weiterlesen

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Tooleinsatz: Sicherer surfen in 10 Minuten

Tracking Cookies, Facebook Datenhunger, Googles Profiling, BIG Data, Geheimdienste auf Industriespionage, Social profiling, etc sind Trends, die man definitiv kennen sollte. Dann kann man entscheiden, ob und wie man damit umgeht. Für den Fall, dass man nicht in jeder Website des Universums seine Spuren hinterlassen möchte gibt es einfache Abhilfe – selbst für relative Laien. In diesem Beitrag zeige ich die Installation der Tails Privacy Distribution unter Oracles Virtual Box.

Hier werden die Schritte auf einem Windows-8 Rechner beschrieben, die jedoch für alle Windows-Betriebssysteme mehr oder weniger gleich sein sollten.


 

Als ersten Schritt laden wir Oracles Virtual Box. Dabei handelt es sich um eine Virtualisierungsumgebung, d.h. in dem Rechner, auf dem die Virtual Box installiert und gestartet wird, wird ein weiterer virtueller Computer erzeugt. Auch dieser virtuelle Computer benötigt ein Betriebssystem.

Dieses laden wir im nächsten Schritt. Es handelt sich um eine sogenannte Linux Distribution. Der Download-Link zu Tails ist hier.

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Während der Download von Tails sich über die Leitung quält können wir schon die Virtual Box installieren. Nach der Installation legen wir los mit einer neuen virutellen Maschine. (Die 384MB Hauptspeicher der Standard-Einstellung sind nicht üppig, würden aber funktionieren. Wenn man es sich leisten kann, sollte man hier auf 512MB oder 1024MB einstellen)

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Durch Klick auf den Startknopf können wir jetzt diese virutelle Maschine starten:

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Jetzt teilen wir der Virtual Box den Speicherort des Tails-Images mit:

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Wenige Sekunden später sehen wir den Tails Startbildschirm. Wir stellen die Sprache auf „Deutsch“ um und klicken bei „Weitere Optionen“ auf „Ja“ und dann „Vorwärts“.

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Im nächsten Screen geben alle nicht-Linux-Experten erstmal „Windows XP Tarnung aktivieren“ an.

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Diese Einstellung bewirkt ein bekanntes Aussehen des Desktops.

Einige Sekunden nach dem Login zeigt sich der Iceweasel-Browser von selbst. Jetzt kann’s losgehen.

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Noch ein paar Worte zur Sicherheitsstufe, die man mit Tails erreicht:

  • Ein internationaler Angreifer (z.B. die NSA) kann die Verbindungen tracen. Das ist aufwändig, aber es geht.
  • Prinzipiell ist keine Verbindung zwischen dem Tails-Image und der Person, die es verwendet möglich. Man kann sich selbst einen Streich spielen in dem man sich aus Tails heraus in Facebook, Google+ oder andere soziale Netzwerken mit Tracking Cookies anmeldet. Dann ist es ein leichtes.
  • Iceweasel (der Browser in Tails) kann die Java-Scipte (JS) deaktivieren. Das macht das Surfen wesentlich sicherer, allerdings auch wesentlich mühsamer. Ohne JS funktionieren heute so gut wie keine Seiten. Man kann die Deaktivierung auf main-domains beschränken, aber dann wird es schon wieder so technisch, dass dem Laien bald die Lust vergehen dürfte. Wenn man allerdings die Zeit investiert, darüber zu lernen wird das Surfen nicht nur sicherer sondern auch schneller, da man gezielt nervende Werbepopups, Ein- und Überblendungen, Werbevideos, etc. meist weg bekommt.

Hier noch der Link zu den Warnungen direkt bei Tails (teilweise englisch).

Fazit:
Tails in Verbindung mit Oracles Virtual Box bietet auch für den Laien eine sehr einfache, kostenlose und schnelle Möglichkeit sicherer zu surfen und weniger Spuren im Internet zu hinterlassen.

Wenn Du bis hierher gelesen hast, sag bitte Deine Meinung:

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Die Bezahlung darf die Qualität nicht beeinflussen

„You get what you pay for“

Diese Phrase ist wurde zur universellen Weisheit. Und wie’s mit universellen Weisheiten oft ist, stimmt sie so nicht. Beispiele für gute Qualität zu günstigem Preis findet man in jedem Bereich des Lebens – seien es Eigenmarkenprodukte beim Diskonter um’s Eck (die in Wirklichkeit Markenprodukte ohne Werbekostenzuschlag sind), Autos mit identen verbauten Teilen von der selben Produktionsstraße mit unterschiedlichem Markennamen oder auch gerne Schuhe, die im Designerladen 300€ kosten und beim Diskonter nur 45€ – beide aus der gleichen Produktionsstätte mit unterschiedlichem Aufdruck. Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Nur weil etwas günstig ist, muss es nicht schlecht sein. Ich gehe für Beratungsleistungen noch einen Schritt weiter: qualitative Leistung muss unabhängig von der Bezahlung sein.


 

Natürlich ist ein klar vereinbarter Change-Prozess notwendig um enlose Projektlaufzeiten und wirtschaftlichen Schaden zu verhindern. Basis dieses Change-Prozesses ist eine klar definierte Leistungsbeschreibung. Der Kunde muss daraus erkennen können, welche Leistungen er erwarten kann und wofür er ggfs. extra bezahlen muss. Nur in einer optimalen Welt wären Leistungsbeschreibungen so klar, vollständig und interpretationsfrei, dass Diskussionen ausgeschlossen wären. Das ist aber eine andere Ebene – die quantiative Leistung.

Je nach der individuellen Beratungssituation haben wir mehr oder weniger Einfluss darauf, ob wir einen Aufrag zu den verhandelten Konditionen annehmen oder nicht. Das soll an der Leistung aber nichts ändern. Wenn also unser Unternehmen oder wir selbst einen Auftrag annehmen, dann führen wir ihn nach bestem Wissen und Gewissen aus. Da gibt es schon genug Variablen für den Kunden. Jeder Berater (außer bei Accenture) hat seinen eigenen Stil, seine eigene Geschichte, seine Stärken und Schwächen. Menschen, die nicht für die Beratung geeignet sind reguliert der Markt in der Regel ohnehin.

Folgen wir diesem Vorgehen können wir am Ende des Tages – unabhängig vom Ausgang – sagen, dass wir unser Bestes gegeben haben.

„Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen“

In manchen Unternehmen ist es zur Kultur geworden Aufträge zu vermeintlich günstigen Konditionen anzubieten, nach Auftragserteilung den Kunden in eine Abhängigkeit zu bringen (z.B. 60% des Budgets zu verbrauchen) und anschließend mit fadenscheinigen Argumenten den Leistungsumfang so umzudefinieren, dass der Kunde zwangsläufig teure Zusatzaufträge geben muss um den ursprünglich vereinbarten Leistungsrahmen zu erhalten. Auch das wird der Markt früher oder später regulieren. Ob die Menschen, die so auf Kundenfang gehen und dabei Unternehmen und Personen zu Zahlungen nötigen, die nicht budgetiert oder geplant waren ruhig schlafen können werden wir wohl nie erfahren, aber:

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